Weitblick, Zielstrebigkeit und konsequentes Handeln – durch diese Charakterzüge zeichnete sich Dr. Jürgen Ulderup, langjähriger Vorstand und Inhaber der Lemförder Metallwaren, aus. Über vier Jahrzehnte setzte sich Dr. Jürgen Ulderup gemeinsam mit seiner Ehefrau Irmgard Ulderup für den wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens und die sozialen Belange seiner Mitarbeiter ein. Am 20. Mai 1947 wurde die Lemförder Metallwaren-Gesellschaft mbH in das Handelsregister von Diepholz eingetragen.

Gesellschafter des Unternehmens war Ulderups Vater Wilhelm. Die Geschäfte aber führte von Anfang an der Sohn. „Unter einfachsten Verhältnissen wurde damals all das gefertigt, was getauscht oder verkauft werden konnte“, beschrieb Ulderup später die ersten Jahre seiner Tätigkeit. Im November 1950 wurde Ulderup Geschäftsführer, vier Jahre später hielt er bereits sämtliche Anteile der Gesellschaft. Der Name des Gründers und die ersten Zulieferprodukte hielten symbolisch Einzug in das Firmenzeichen: die Eule in einem Dreieck, ursprünglich gebildet von drei Spurstangen. Die Gesellschafterversammlung beschloss am 20. Juli 1963 die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Dr. Jürgen Ulderup war von nun an Alleingesellschafter und Alleinvorstand. Noch während der Binnenmarkt florierte, engagierte sich Ulderup bereits international. 1963 kam es zum Abschluss eines Lizenzvertrages in Brasilien zur Herstellung von Spurstangen und Gelenkwellen.

In den darauf folgenden Jahren entwickelte sich das Unternehmen sehr positiv und wurde so zu einem bedeutenden Zulieferer der Automobilwirtschaft. Im Jahr 1984 veräußerte Dr. Jürgen Ulderup 51 Prozent seines Unternehmens an die heutige ZF Friedrichshafen AG, die ihre Anteile sukzessive auf heute 100 Prozent aufstockte. Im Gegenzug wurde die heutige Dr. JÜRGEN UND IRMGARD ULDERUP STIFTUNG mit 6,2 Prozent an der ZF Friedrichshafen AG beteiligt. Dr. Jürgen Ulderup verstarb 1991 im 81. Lebensjahr. Nach seinem Tod am 23.04.1991 verfolgte Frau Irmgard Ulderup die Stiftungsziele als Alleingesellschafterin weiter und hat so wesentliche Impulse für die vielfältigen Maßnahmen und Initiativen der Stiftung gegeben.

Für ihre Arbeit erhielt bereits im Jahre 1997 das Verdienstkreuz 1. Klasse des Niedersächsischen Verdienstordens und 2007 das Große Verdienstkreuz. Dem Engagement von Dr. Jürgen Ulderup und Irmgard Ulderup ist es auch zu verdanken, dass sie die Stadt Diepholz durch die Private Hochschule für Wirtschaft und Technik sowie durch die Akademie der Dr. JÜRGEN UND IRMGARD ULDERUP STIFTUNG zu einem überregional bedeutenden Bildungsstandort etabliert hat. Für diese Verdienste wurde Frau Irmgard Ulderup am 01.11.2010 das Ehrenbürgerrecht der Stadt Diepholz verliehen.

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