Erinnerung an Unternehmer und Stiftungsgründer Dr. Jürgen Ulderup

Gedenkstein für Dr. Jürgen Ulderup im Stemweder Berg eingeweiht

Lemförde/Stemwede. Dr. Jürgen Ulderup sei ein monumentaler Glücksfall für die Region gewesen. Das sagte Dr. Joachim Meinecke, Vorsitzender des Kuratoriums der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung, bei der Einweihung eines Gedenksteins für den Unternehmer und Stiftungsgründer am Ort seiner ersten Unternehmensgründung im Stemweder Berg.

Der Ort hier gelte als Geburtsstätte aller industriellen Aktivitäten von Dr. Ulderup, so Dr. Meinecke: Er habe seine Zukunft damals trotz schwieriger Rahmenbedingungen selbst in die Hand genommen und beginnend mit der Lemförder Metallwaren AG eine unternehmerische Erfolgsgeschichte geschrieben. Es seien dazu neben Können auch Unternehmergeist, Mut, Beharrlichkeit, Flexibilität und strategisches Denken notwendig gewesen. Dr. Ulderup habe unter anderem frühzeitig erkannt, dass die Automobilindustrie zum Vorreiter des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland gehören würde und dass der Bedarf an qualifizierten Arbeitskräften durch Flüchtlinge habe gedeckt werden können.

Der Gedenkstein erinnere daran, er sei ein sprechender Stein. Von diesem Ort aus habe Dr. Jürgen Ulderup einen beispielhaften Aufstieg als Vertreter einer Generation genommen, die zu den Mitgestaltern des sogenannten Wirtschaftswunders zu rechnen gewesen seien. „Es war eine Mischung aus persönlichem Ehrgeiz, wirtschaftlichem Erfolgsstreben und gesellschaftlicher Verantwortung, die ihn und andere zu Baumeistern unserer heutigen Gesellschaft machten“, so Dr. Meinecke.

Die Gründung der heutigen Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung bezeichnete er als die logische Folge des gemeinsamen Denkens und Handelns von Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup. Es sei immer schon ihr Anliegen gewesen, soziale und den Mitarbeitern zukommende Projekte zu etablieren. Die qualifizierte Ausbildung junger Menschen spiele dabei eine besondere Rolle. Es sei ein technisches Bildungsangebot etabliert worden, wie es sonst nur in Industrieregionen zu finden sei.

Der Gedenkstein möge verdeutlichen, welche industriellen und gemeinnützigen Wirklichkeiten von diesem Ort ausgegangen seien, betonte der Kuratoriumsvorsitzende. Das Denkmal rufe ein Wirken in Erinnerung, das letztlich in seiner Vielfalt nicht in Worte zu fassen sei. Heiner Richmann, stellvertretender Landrat des Landkreises Diepholz, nannte den Gedenkstein einen „Meilenstein“. Denn Ulderups Geschichte sei eine Erfolgsstory. Und ebenso herausragend sei, was die Stiftung bewirke: „Lebenslanges lernen“ – das setze sie im Sinne Ulderups erfolgreich um, sodass es viele gut ausgebildete Menschen in der Region gebe. Lemfördes Samtgemeindebürgermeister Rüdiger Scheibe erläuterte, dass die wirtschaftliche Entwicklung der Dümmerregion eng mit dem Wirken von Dr. Ulderup verbunden sei.

Zeitlebens sei ihm eine gute Ausbildung aber auch Weiterbildung wichtig gewesen. Daher sei es passend, dem Unternehmer einen Gedenkstein zu widmen. „Die Menschen hier sind sich dessen bewusst, was sie den Ulderups zu verdanken haben.“ Dr. Thomas Schulze, Vorstandsvorsitzender der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung, dankte allen an der Errichtung der Gedenkstätte Beteiligten, darunter auch der Steinmetzin und den Grundeigentümern.

Zurück zum Seitenanfang