Sprungbrett in die Leitungsfunktion

Matthias Kobusch schaffte es dank der Ulderup-Akademie zum Leiter Kalkulation

Diepholz. Matthias Kobusch (46) würde seinen beruflichen Weg immer wieder gehen. Der Diepholzer hat eine sehr gute Ausbildung bei der Schöma zum Industriemechniker genossen und ist heute Leitung Kalkulation bei P+S Polyurethan-Elastomere GmbH & Co. KG in Diepholz.

Ein großer Karrieresprung. Wie kam es dazu? Möglich machte es die Ulderup Stiftung genauer eine Weiterbildung bei der Ulderup-Akademie. Hier hat er einen Weg gefunden, um einen Sprung zum technischen Betriebswirt zu machen. Das ist einer der höchst möglichen IHK-Abschlüsse ohne Studium.

„Dieser Weg war auch deshalb für mich so interessant, da ich ihn vor Ort beschreiten konnte“, betont er: Keine weiten Wege, kein Wechsel zu einer Hochschule oder Uni, sondern alles ortsnah in Diepholz. Zwar haben die Kurse und Prüfungsvorbereitungen an der Ulderup-Akademie abends und samstags stattgefunden, aber daran habe er sich schnell gewöhnt. Für einen überschaubaren Zeitraum sei das vertretbar gewesen.

Aber wie verlief sein Weg konkret? Nach der Ausbildung bei der Schöma machte er Fachabitur, ging dann vier Jahre zur Bundeswehr, wo er als Soldat in der Schlosserei eingesetzt war. Daran an schloss sich die Meisterschule in Vollzeit in Bremen. Nach der Meisterprüfung war es auf Grund eines starken Jahrgangs schwierig, eine Meisterstelle zu bekommen. Matthias Kobusch hat somit erst als Dreher in Rehden gearbeitet.

„Mein Ziel war es aber immer, mich nach dem Meister weiterzuentwickeln“, berichtet er: Dann profitierte Kobusch von einem „großen Zufall“, wie er sagt: An der Ulderup-Akademie fehlte noch jemand im Kurs „Technischer Betriebswirt“. Von einem Kollegen, der diesen Kurs gebucht hatte, ließ er sich überzeugen, ebenfalls diesen Weg einzuschlagen. Matthias Kobusch überlegte nicht lange und sagte zu.

„Es war recht anstrengend neben der Früh- und Nachtschicht im Betrieb noch die Projektarbeit voranzutreiben“, so der 46-Jährige. Und auch mehrere Prüfungen mussten für die Akademie-Ausbildung geschrieben werden. Aber: „Das Ergebnis zählt letztendlich“, sagte er sich: „Ich möchte jedem gerne Mut machen, diesen Weg zu gehen.“ Auch für die Dozenten der Akademie war der Kurs „Technischer Betriebswirt“ vielfach Neuland, denn es hatte ihn bisher an der Akademie nicht gegeben. Doch die Unterstützung durch die Verantwortlichen sei herausragend gewesen, lobt er. Die Dozenten hätten den Stoff sehr eingängig vermittelt und seien den Kursteilnehmern immer sehr entgegengekommen. So hätten sie zum Beispiel auch bereits teils fertige Arbeiten zum Gegenlesen abgeben können, um früh Rückmeldung zu erhalten, ob sie auf dem richtigen Weg sind.

Das Abendschulmodell sei kein Problem gewesen. Kobusch hätte den Technischen Betriebswirt auch andernorts in Vollzeit machen können, allerdings hätte er dann seine Stelle kündigen müssen.

„Das wollte ich nicht. Und es hat alles geklappt. Ich ziehe meine Sachen gerne durch. Das war eine gute Entscheidung es zu machen“, ist er nach wie vor überzeugt. Ich habe mich beruflich um einiges verbessert. Die Akademie hat mich sehr nach vorne gebracht, es hat sich alles sehr zum Positiven entwickelt. Toll, dass es in der Region eine solche Möglichkeit gibt.“

Die Ulderup-Akademie bietet auch Präsenzschulungen zum geprüften Industriemeister Metall und Mechatronik an. Start im Mai. www.ulderupakademie.de

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