Stiftung hat die Weichen gestellt!

Robert Erdmann konnte dank Förderung in Stanford studieren

Diepholz. Er lebt in München, ist Geschäftsführer von Conrad Connect in Berlin und hat eine ganz besondere Verbindung zur Dümmerregion. Robert Erdmann berichtet stolz, dass die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung ihm einen Traum habe erfüllen können, nämlich ein Studium an der berühmten Stanford University. Das ist nun schon etwas her, aber Erdmann erinnert sich gerne daran, weil dieses Studium unter anderem die Weichen gestellt habe zu seiner Leidenschaft für Start up-Firmen. Mehrere davon konnte er im Rahmen seines spannenden Werdeganges mit aufbauen.

Erdmann erinnert sich aber auch deswegen immer sehr gerne an die Stiftung, weil er Irmgard Ulderup einmal persönlich treffen und sich bei ihr bedanken konnte. Obwohl er eigentlich in Sondershausen geboren und in Zetel aufgewachsen ist, gibt es noch weitere Verbindungen in die Dümmerregion: Denn sein Stiefvater kommt aus Lemförde und hat als Schüler bei Dr. Ulderup auf dem Stemweder Berg gearbeitet. Und sein Onkel sowie sein Cousin sind Inhaber der Firma Denker Metallbau (Stemshorn).

„Durch all diese Verbindungen habe ich einen sehr persönlichen Bezug zur Region, obwohl ich hier nie länger gewohnt habe“, sagt Erdmann. Er wohnte einmal vier Wochen bei seiner Oma in Lemförde, als er ein Praktikum bei seinem Onkel machte.

Sein beruflicher Werdegang ist spannend: 1973 in Thüringen geboren, wuchs er in Friesland auf und studierte nach der Bundeswehrzeit in Erlangen Elektrotechnik. Auf ein überdurchschnittliches Abi und Vordiplom folgten ein Studienjahr in Frankreich im Rahmen des Erasmus-Programmes und ein weiteres Jahr in China. Nach der Aufnahme in die Studienstiftung des deutschen Volkes, dem ältesten und größten Begabtenförderungswerk, wechselte er in die USA, wurde dort an der Stanford Uni angenommen und dann kam die Ulderup-Stiftung ins Spiel. Denn zu diesem Zeitpunkt wurde das Programm der Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung für Ingenieurwissenschaften ins Leben gerufen. „Dass ich dort aufgenommen wurde, war fantastisch, denn für mein Auslandsstudium konnte ich jeden Cent gebrauchen“, freut sich Erdmann. So hatte er am Ende der Förderung und seines Studiums ein deutsches Vordiplom und einen US-Master-Abschluss.

„Ich entschloss mich dann, nach Deutschland zurückzugehen und wurde bei Texas Instruments in Freising bei München als Trainee eingestellt. Ich blieb insgesamt vier Jahre dort, drei davon im Vertrieb in Stockholm“, erläutert Erdmann.

Es habe ihn aber dann gereizt, sich auch noch mit Betriebswirtschaft zu befassen. Und so studierte er dieses Fach zwei Jahre lang in an der UCLA, wieder in Kalifornien, mit Abschluss MBA, mit einem Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

„Das war eine sehr wichtige Erfahrung für mich, denn in Kalifornien gründet ein wesentlich größerer Teil der Absolventen eine eigene Firma als in Deutschland.“ Es seien viele Start-up-Themen beleuchtet worden, von der Organisationsentwicklung über die Einführung neuer Produkte bis zum Geschäftsplan.

Nach Studienabschluss entschied sich Erdmann für eine Stelle bei Telefónica in München, wo er 13 Jahre lang an digitalen Themen gearbeitet hat, dem digitalen Bezahlen zum Beispiel. Dort war er auch Mitgründer eines internen Startups, der Telefónica NEXT: „Wir haben beobachtet, wie sich die Deutschen tagtäglich fortbewegen und daraus Planungen für Verkehrsflüsse abgeleitet.“

Anschließend ging er als Chief Digital Officer zu einem anderen Münchener Start up, der fos4X GmbH, einer Ausgründung der TU München. Das Start up entwickelt Sensorik für die Rotorblätter der Windkraftanlagen. Nach dem Verkauf dieser Firma wechselte Erdmann zu Conrad Connect, wo er seit neun Monaten als Geschäftsführer tätig ist. Hier unterstützt er Energieversorger bei der Entwicklung von Lösungen im Energiemanagement, zum Beispiel für das intelligente Laden von Elektroautos.

„Die Ulderup Stiftung ist ein wichtiger Weichensteller meiner Berufslaufbahn, nicht zuletzt, weil sie mir das Studium in Stanford ermöglichte“, bedankt sich Erdmann. “Es ist wichtig, dass es eine solche Förderung für angehende Ingenieure in Deutschland gibt.“

Die Dr. Jürgen und Irmgard Ulderup Stiftung möchte junge Menschen durch die Verleihung von Preisen und die Vergabe von Stipendien nachhaltig unterstützen. Preise werden für herausragende Berufsabschlüsse auf dem Gebiet der Technik verliehen. Mit den Stipendien werden zum Beispiel ingenieurwissenschaftliche Studien oder auch wissenschaftliche Forschungen auf den Gebieten der Ingenieurwissenschaften gefördert. Dabei können Studium oder Forschung im In- oder Ausland erfolgen.

Foto: Mediengruppe Kreiszeitung/Jansen.

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